Archiv für den Monat: November 2017

“Women in Business” – ein transatlantischer Workshop in New York

Berufstätige Frauen sehen sich noch immer oft mit Vorurteilen über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie konfrontiert, obwohl viele von ihnen längst die Hauptverdiener der Familie geworden sind. Was bedeutet es also, im Jahr 2017 eine berufstätige Frau zu sein? Wie können Frauen beruflich aufsteigen, sich besser vernetzen und sich gegenseitig bei diesem Prozess unterstützen?

Panelistinnen, Moderatorin und Organisatorinnen: Susanne von Tuerk, Ya-El Mandel-Portnoy, Melis Tusiray, Andrea Steinert, Priya Nayar, Britta Schumacher (Foto: Priya Nayar)

Am 29. November 2017 veranstaltete das New Yorker UAS7-Büro gemeinsam mit dem Verbindungsbüro der Hochschule Fresenius eine Paneldiskussion mit anschließendem Workshop zum Thema „Women in Business“ um eben diese Fragen zu diskutieren.

Die rund 30 Teilnehmerinnen trafen sich um 8 Uhr früh im 22. Stock des German House in New York, um sich zunächst in lockerer Atmosphäre bei Kaffee und Bagels kennenzulernen. Anschließend eröffnete die Moderatorin, Frau Melis Tusiray, die Gesprächsrunde mit den drei Panelistinnen: Frau Andrea Steinert, Professorin an der Hochschule Fresenius mit langjähriger Erfahrung in verschiedenen Führungspositionen, Frau Dr. Ya-El Mandel-Portnoy, Gründerin und CEO von Cardea Science, einem Start-Up, das Technologien für Patienten mit Herzerkrankungen entwickelt  und Frau Susanne von Tuerk, Partner der New Yorker Anwaltskanzlei Becker, Glynn, Muffly, Chassin & Hosinski LLP. Melis Tusiray ist die Gründerin von Hey Ladies, einer Non-Profit Organisation, die Workshops und Coachings für berufstätige Frauen anbietet.

Gesprächsrunde mit den Panelistinnen (Foto: Priya Nayar)

Frau Tusiray bat die drei Panelistinnen zunächst, über ihre Erfahrungen und besondere Herausforderungen als Frauen in der Arbeitswelt zu berichten. Nachdem alle drei die Gelegenheit hatten, ihre persönlichen – positiven wie negativen – Erfahrungen  mit den Zuhörerinnen zu teilen, fragte Frau Tusiray, ob es bestimmte Personen gab, die den Panelistinnen als Mentoren zur Seite gestanden hatten, und ob sie ihrerseits nun andere berufstätige Frauen unterstützten.

Im Anschluss an diese sehr interessanten Einblicke in die persönlichen Geschichten der Panelistinnen, teilte die Moderatorin alle Teilnehmerinnen in kleinere Gruppen auf, um jeder einzelnen die Gelegenheit zu geben, über ihre Erfahrungen zu sprechen und sich mit anderen auszutauschen. In den Workshop-Gruppen sprachen alle zunächst über schwierige Situationen, die sie im Laufe ihrer Karriere erlebt haben und inwiefern sie in solchen Situationen Unterstützung gefunden haben. Anschließend ging es darum, Wege zu finden, anderen Frauen in ähnlichen Situationen aber auch ganz allgemein bei ihrer beruflichen Orientierung zur Seite zu stehen.

Panelistin Susanne von Tuerk im Gespräch mit Workshop-Teilnehmerinnen (Foto: Nele Kirstein)

Zum Schluss teilten die einzelnen Gruppen einige ihrer Erfahrungen und Gesprächsergebnisse mit der gesamten Runde, bevor sich die 30 Frauen wieder auf den Weg zur Arbeit machten.

Die Veranstaltung war insgesamt ein großer Erfolg und wird hoffentlich einige weiterführende Workshops und Paneldiskussionen nach sich ziehen. Im Laufe der nächsten Wochen werden die Organisatorinnen Priya Nayar (HS Fresenius) und Britta Schumacher (UAS7) die Teilnehmerinnen um Feedback bitten, um daraufhin ein mögliches Folgeprogramm zu entwickeln.

(Text: Nele Kirstein)

Career Day an der German International School New York

Etwa 30 Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 – 12 sitzen trotz grauem Herbstwetter an einem Samstag  im November um 9 Uhr morgens in der Aula der Deutschen Internationalen Schule New York (DISNY), um sich Gedanken über ihre Zukunft zu machen.

Die DISNY ist eine offiziell anerkannte, bilinguale Privatschule für Mädchen und Jungen von der Eingangsstufe bis zum Abitur. Bereits seit 35 Jahren werden dort Schülerinnen und Schüler nach einem deutschen Lehrplan unterrichtet, der gezielt mit Elementen des New Yorker Kurrikulums ergänzt wird. Die meisten Schülerinnen und Schüler stammen aus deutschen oder deutsch-amerikanischen Familien und bewegen sich zwischen beiden Welten. Für viele stellt sich dementsprechend früher oder später nicht nur die Frage danach, wie es nach der Schule weitergehen soll, sondern auch wo – in Deutschland oder in den USA?

Schülerinnen und Schüler der DISNY im Gespräch mit Eltern und Studierenden sowie Vertretrinnen und Vertretern verschiedener deutscher Institutionen

Um den Schülerinnen und Schülern bei ihrer Entscheidungsfindung zu helfen, organisiert die Schule regelmäßig Berufsinformationstage. Am Samstag, den 19. November 2017, stand nun wieder ein solcher an – und auch das UAS7-Verbindungsbüro war diesmal vor Ort. Gemeinsam mit Uschi Niethammer vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) hielt die derzeitige UAS7-Praktikantin Nele Kirstein einen kurzen Vortrag zum Thema „Studieren in Deutschland“. In diesem Rahmen stellte Frau Kirstein auch die UAS7-Allianz vor und erläuterte die Vorteile eines Fachhochschulstudiums.

Im Anschluss an den Vortrag konnten sich die Schülerinnen und Schüler bei Kaffee und Keksen in der Cafeteria weiter über verschiedene Berufs- und Studienmöglichkeiten informieren. Neben UAS7 und dem DAAD war auch die Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen vertreten, um den diplomatischen Dienst vorzustellen. Außerdem waren zahlreiche Eltern aus verschiedenen Berufsgruppen sowie deutsche Studierende unterschiedlicher Fachbereiche gekommen, um von ihren persönlichen Erfahrungen zu berichten, und den Schülerinnen und Schülern Tipps für die Berufs- und Studienwahl zu geben.

Weblinks

Deutsche Internationale Schule New York

“Grantees, Alumni and Friends Gathering” mit DAAD und Partnern in Boston

Am 2. November 2017 veranstalteten der DAAD New York und das UAS7-Verbindungsbüro gemeinsam mit weiteren in New York ansässigen Hochschulvertretungen ein Alumni- und Stipendiatentreffen in Boston. Am Abend trafen sich ca. 50 derzeitige und ehemalige Studierende, Stipendiatinnen und Stipendiaten mit Vertreterinnen und Vertretern des DAAD und der verschiedenen Hochschulen zu einem geselligen Beisammensein im deutschen Restaurant „Jacob Wirth“ in der Bostoner Innenstadt.

Britta Schumacher, Vitalis Nujimem und Nele Kirstein beim Alumni-Treffen in Boston

Britta Schumacher und Nele Kirstein vom New Yorker UAS7-Büro hatten dabei unter anderem die Gelegenheit, sich intensiv mit Vitalis Nujimem, einem ehemaligen UAS7-Austauschstudierenden, zu unterhalten. Vitalis nahm im Wintersemester 2015/16 am UAS7 Study Program teil und verbrachte ein Semester an der HWR Berlin. Mittlerweile hat er sein Studium am Baruch College in New York erfolgreich abgeschlossen und absolviert ein MBA-Studium in Financial Management an der Pace University. Vitalis kam im Jahr 2010 über das Diversity-Immigrant-Visa Programm aus Nigeria in die USA und hat seitdem eine erfolgreiche akademische Laufbahn eingeschlagen. Das Austauschsemester in Deutschland bleibt ihm dabei als eine seine besten Erfahrungen in Erinnerung.

Insgesamt bot der Abend allen Anwesenden eine ausgezeichnete Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und in gemütlicher Atmosphäre neue Kontakte zu knüpfen. Eine weitere Alumni-Veranstaltung wird voraussichtlich im Dezember oder Januar in New York stattfinden.

Am darauffolgenden Tag fand in Boston außerdem der vom Goethe-Institut organisierte „Career Booster Germany“ statt. Dort hatten Frau Schumacher und Frau Kirstein vom UAS7-Büro – wie bereits im Oktober in New York – die Gelegenheit, das deutsche Fachhochschulsystem sowie Studienmöglichkeiten an den UAS7-Hochschulen vor amerikanischen Highschool- und Collegestudierenden zu präsentieren. Die Goethe-Institute in den USA organisieren solche Karrieretage bereits seit 2015 in verschiedenen US-Städten. Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Wirtschaft, Universitäten und Stiftungen informieren bei dieser Gelegenheit über Studien- und Berufsmöglichkeiten in Deutsch­land.

Aktuelles aus dem Bereich Internationales

AG Internationales an der TH Köln

13 Augenpaare richten sich auf eine kleine, rote Karte in der Größe einer Visitenkarte mit der Aufschrift „Emergency Numbers“. So simpel und selbstverständlich deutschen Staatsbürgern Notrufnummern wie „110“ vorkommen mögen, so wenig mag ein Austauschstudierender im Falle einer Notsituation diese Nummern zur Hand haben. Die Hochschule Bremen stellt diese Karte als eines ihrer Instrumente vor, die sie gerade für die Sicherheit ihrer Incomingstudierenden entwickelt. Alle sieben Hochschulen der UAS7 wollen bis zum Frühjahr 2018 jeweils ein Instrument für die Information für Incomingstudierende, eines für Outgoingstudierende und einen intern Notfallplan für das International Offices erstellen und somit ein weiteres Qualitätsmerkmal für den Hochschulverbund verankern. An diesem Tag tauschen sich die Vertreterinnen und Vertreter der UAS7-Hochschulen aus dem Bereich Internationales u. a. zum aktuellen Arbeitsstand an ihren Hochschulen aus.

Doch auch viele andere Themen gab es bei dem Treffen der AG Internationales am 7. Und 8. November an der TH Köln zu besprechen. So berichtete Claus Lange von einer kürzlich erfolgten Reise in Lateinamerika, die zahlreiche neue Kontakte und Anknüpfungspunkte für Ideen und Projekte ergeben hat. Ebenso wurden Veranstaltungen und Projekte des UAS7-Verbindungsbüros in New York des laufenden Jahres sowie des kommenden beleuchtet.

Auch die Früchte der Partnerschaften in den USA auf Konsortialebene und des UAS7-Programms zur Studierendenmobilität wurden bei diesem Treffen unter den UAS7-Hochschulen aufgeteilt: Die Hochschulen einigten sich auf die Verteilung der Freiplätze für 2018/19 für UAS7-Studierende über das UAS7-Konsortium.

Besuch aus den U.S.A.

Es ist am frühen Morgen, in Deutschland hat sich gerade an diesem Tag der goldene Oktober dem Ende geneigt und zeigt sich nun von seiner herbstlichen, nasskalten Seite. Sanjay Goel, Associate Professor im Information Technology Management Department der University at Albany, sitzt in einer Hotellobby in Berlin und tippt in seinem Macbook an einem Forschungsbericht. Er ist bereits am Samstag zuvor angereist und hat die kosmopolitische Stadt in vollen Zügen genossen. Er ist gespannt, was er hier nun über die Hochschule für Wirtschaft und Recht und später noch an der Hochschule Bremen und der Hochschule München erfahren wird. An diesem Montagmorgen, den 23. Oktober 2017, nimmt eine einwöchige Delegationsreise zu diesen drei UAS7-Standorten ihren Beginn.

Die Delegation an der Hochschule München

Doch zunächst wartet der Professor zusammen mit Isabell Henel von der UAS7-Geschäftsstellenoch auf seine drei Mitreisenden: Dr. Harvey Charles, Dean for International Education and Vice Provost for Global Strategy, Ingrid Fisher, Associate Professor at the Department of Accounting and Law, und Gabriele Fuchs, Assistant Professor am Department of Biological Sciences der University at Albany. Seine Kollegen hatten nicht so viel Glück und mussten mit verspäteten Maschinen, verpasstem Anschlussflug und defekten Flugzeugen, die ausgetauscht werden mussten, viel auf sich nehmen um schließlich einen Tag verspätet in Berlin zu landen, gerade noch rechtzeitig, um das Gepäck abzuladen und ins Programm zu starten.

Andreas Zaby begrüßt die Reisenden

Nach einer Taxifahrt vorbei am symbolträchtigen Rathaus Schöneberg, auf dem die Freiheitsglocke thront, ein Zeichen der deutsch-amerikanischen Freundschaft, und vor dem John F. Kennedy seine berühmte Rede hielt, gelangte die Gruppe an die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin und wurde dort von Prof. Dr. Andreas Zaby, Präsident der Hochschule und Vorsitzender von UAS7, herzlich begrüßt. Das nun folgende spannende Programm lenkte sicherlich von den Strapazen der Reise ab, und rückblickend ist sich die Truppe einig, dass dieser Besuch die Mühen wert war. Die Delegation durfte in dieser Woche unter anderem Einblick in das duale Studium an UAS7-Hochschulen und das Gründungszentrum der HWR Berlin gewinnen, Best Practices zu anwendungsorientierter Forschung sowie verschiedene Ansätze zur Internationalisierung von Hochschulen kennen lernen und in direktem Gespräch mit Fachkolleginnen und -kollegen der UAS7-Hochschulen weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit und des Austauschs besprechen.

Die University at Albany ist Teil der State Universities of New York (SUNY), die mit 64 Institutionen eines der größten Hochschulnetzwerke in den USA formen und 2011 mit UAS7 ein Memorandum of Understanding unterzeichneten. Seit 2014 unterhalten sie schließlich eine Vereinbarung über Studierendenaustausch über die UAS7

Die Delegation in Bremen: v. l. n. r. Sanjay Goel, Gabriele Fuchs, Ingrid Fischer, Heike Tauerschmidt (Leiterin des International Offices der HSB), Karin Luckey (Präsidentin der HSB) und Harvey Charles

Study and Internship Programs. Seitdem hat UAS7 etwa jeweils 13 Studierende in beide Richtungen mit SUNY ausgetauscht (Hier ist ein Video von zwei „Living Testimonials“ des Austauschs zu sehen). Die University at Albany administriert dabei den Austausch für das ganze SUNY System. Darüber hinaus hat SUNY zusammen mit UAS7 einen Antrag bei der National Research Foundation gestellt (vergleichbar etwa mit der DFG in Deutschland), wobei es zwar nicht zu einer Förderung kam, sich jedoch ein völlig neues Feld für UAS7 in den USA öffnete.

 

Ziel der Delegationsreise zu den drei UAS7-Standorten war es, die Hochschulen besser kennen zu lernen sowie sich mit den Besonderheiten des Dualen Studiums vertraut zu machen und darüber zu erfahren, was universities of applied sciences ausmachen. Der Studierendenaustausch soll weiter intensiviert sowie zusätzliche Austauschmöglichkeiten auf Professorenebene und weitere Projekte ausgelotet werden.

Die Delegation ist nun mit vielen Eindrücken und Ideen wohlbehalten wieder zurück gekehrt und die UAS7-Hochschulen freuen sich auf eine vertiefte Zusammenarbeit und einen intensivierten Austausch mit der University at Albany und dem SUNY Netzwerk.