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Praxissemester in New York – Ein Student der Hochschule Bremen berichtet

Tobias Wenzig studiert Informatik mit Schwerpunkt Komplexe Softwaresysteme (M.Sc.) an der Hochschule Bremen, die Teil des UAS7 Konsortiums ist. Seit September lebt er für sechs Monate in New York und absolviert ein freiwilliges Praktikum im Bereich „Network Administration“ in der Außenstelle des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Im Interview berichtet Tobias von seinen bisherigen Erfahrungen

Warum hast du dich dafür entschieden, dein Praktikum in den USA zu absolvieren, statt in Deutschland und wie bist du zum DAAD New York gekommen?

Über den Emailverteiler meiner Hochschule wurde die Stellenausschreibung des DAAD versendet und nach ein paar Diskussionen mit Freunden und Familie habe ich mich kurzerhand darauf beworben. Es war eigentlich nicht so, dass ich unbedingt in die USA wollte, ich wollte mein Praktikum aber auf jeden Fall mit einer Auslandserfahrung verbinden, und die Gelegenheit nutzen, mein Englisch zu verbessern. New York fand ich aber als Ziel natürlich schon sehr attraktiv. Auch deshalb war die Stelle sofort interessant für mich.

Wie sieht dein Arbeitsalltag beim DAAD New York aus?

Mein Alltag sieht größtenteils so aus, dass ich den Kolleginnen und Kollegen bei technischen Problemen mit Rat und Tat zur Seite stehe und gegebenenfalls mit unserem IT-Dienstleister kommuniziere. Außerdem unterstütze ich unsere IT-Leitung bei der Planung und Durchführung von Großprojekten. Zurzeit arbeiten wir zum Beispiel an der Entwicklung und Umsetzung einer Backup-Strategie für unsere Server. Des Weiteren schaue ich vor allem, wo es Verbesserungsmöglichkeiten durch Prozessoptimierungen oder die Einführung von neuen Technologien gibt. Ich helfe übrigens nicht nur den Kolleginnen und Kollegen beim DAAD sondern schaue auch häufiger mal in anderen Büros im German House vorbei. Dadurch komme ich viel rum, und komme mit verschiedenen Leuten in Kontakt.

Wie geht es nach dem Praktikum für dich weiter?

Nach dem Praktikum geht es zurück nach Bremen, wo ich mein Studium beenden und meine Masterthesis schreiben werde. Außerdem werde ich auch meine Werkstudententätigkeit bei der neusta infrastructure services GmbH wieder aufnehmen, die wegen des Praktikums zurzeit auf Eis liegt.

Inwiefern profitierst du – sowohl persönlich als auch auf dein Studium bezogen – von deinem Praktikum beim DAAD?

Das Praktikum bietet mir einen Einblick in die Arbeitswelt. Ich kann einige Inhalte aus meinen Vorlesungen hier praktisch anwenden. Zudem bringt ein Praktikum immer auch viele Erfahrungen mit sich, die eine Vorlesung nicht in der gleichen Form vermitteln kann. Persönlich profitiere ich von dem Praktikum insofern, als dass ich neue Arbeitsformen kennenlernen konnte und mit ganz verschiedenen Persönlichkeiten und Charakteren zusammengearbeitet habe. Dadurch hat sich auch mein eigener Charakter weiterentwickelt. Vor allem im Ausland ist ein Praktikum eine persönlich fordernde, aber auch gleichzeitig fördernde Zeit. Ich habe Vieles gelernt, dass mir sowohl im privaten als auch im beruflichen Leben weiterhelfen wird, wie z.B. Zeitmanagement und Organisation.

Fragen und Text: Nele Kirstein (Praktikantin, UAS7 New York)

Laborpraktika an der Drexel University in Philadelphia – zwei Studenten der Hochschule Osnabrück berichten

Drexel

V.l.n.r.: Heinrich von Lintel bei der Arbeit im Labor von Prof. Taheri (Department of Materials Science and Engineering); Tim Moesgen (links im Bild) mit seiner Professorin Gabriela Marcu und Kollegen im Labor des Departments for Computer Sciences an der Drexel University

Lassen sich soziale Probleme mit digitalen Technologien bekämpfen oder zumindest verringern? Wie kann man anhand von Gewebeproben von Mäusen Frühgeburten bei Menschen vorhersehen? Und welche wissenschaftlichen Untersuchungen sind nötig, um leichtere Fahrzeuge herstellen zu können?  Mit diesen Fragen beschäftigen sich derzeit zwei Bachelorstudenten der UAS7-Hochschule Osnabrück an Laboren der Drexel University in Philadelphia. Heinrich von Lintel (Studiengang „Materials Engineering“) und Tim Moesgen (Studiengang „Media and Interaction Design“) sind seit Ende März 2017 über das Austauschabkommen zwischen UAS7 und Drexel an der Ostküste. Britta Schumacher (UAS7 New York) hat die beiden über die Bewerbungsphase hinweg begleitet. Nun gab es Gelegenheit zu einem persönlichen Treffen in Philadelphia. Im Interview sprechen Heinrich von Lintel (HvL) und Tim Moesgen (TM)  über ihre Projekte und bisherigen Erfahrungen.

„In a nutshell“ – mit welchen wissenschaftlichen Fragestellungen befassen sich eure Labore an der Drexel University?

HvL: Mein Labor am „Department of Materials Science and Engineering“ an der Drexel versucht die Veränderung der Materialen auf atomarer Ebene zu beobachten und dadurch bestimmte Eigenschaften im Material einzustellen.

TM: In unserem Forschungslabor beschäftigen wir uns mit der Fragestellung, inwiefern Design und Technologie in der heutigen Welt soziale Probleme lösen kann.

An welchem Projekt arbeitet ihr zurzeit?

HvL: Es sind zwei Projekte, die ich zurzeit mitbetreue. Das erste ist eine Zusammenarbeit mit der University of Pennsylvania und der Drexel Uni, in dem man das Gewebe von schwangeren und nicht-schwangeren Mäusen mikroskopisch untersucht und dem Gewebe mechanischen Tests unterzieht. Ziel ist es, eine Frühgeburt durch eine Gewebeprobe so früh wie möglich zu erkennen. Bei dem anderen Projekt handelt es sich um die Erforschung einer neuen Aluminiumlegierung, bei der man sich erhofft, eine höhere Festigkeit zu erhalten, um im Karosseriebau die Leichtbauweise zu verbessern.

TM: Momentan arbeite ich an einem Projekt, bei dem es darum geht, Kaufsucht als Störung durch ein interaktives System zu behandeln. Wie kann man also Menschen davor bewahren, bzw. wie kann man eingreifen, wenn jemand in einem Online-Shop zu viel einkauft.

Warum wolltet ihr ein Praktikum in den USA (anstatt in Deutschland) machen?

TM: Einerseits wollte ich in einem Land mein Praktikum absolvieren, in dem Englisch als Muttersprache gesprochen wird und in dem ich somit sehr viel Englisch üben bzw. sprechen kann. Andererseits gibt es so viele große Design und Technologie-Firmen in den USA, bei denen ich mir vorstellen könnte, später einmal zu arbeiten. Ein Praktikum in den USA ist da sicherlich sehr hilfreich, um erste Eindrücke vom Leben und Arbeiten in den Staaten zu bekommen.

HvL: Als Ingenieur wird man immer mit internationalen Forschungseinrichtungen und Firmen zu tun haben. Daher ist es lohnenswert, sich so früh wie möglich dem internationalen Niveau anzupassen und sehr früh den Anschluss zu bekommen.

Was gefällt euch an der Arbeitskultur in den USA ganz besonders?

HvL: Bei der Arbeit an dem Forschungsprojekt habe ich sehr viel Spielraum, meine eigenen Ideen zu verwirklichen, wordurch selbstständiges Lernen und Arbeiten gefördert werden. Auch mit einigen Niederlagen, lernt man umzugehen.

TM: Als Praktikant wird mir zumindest hier im Forschungslab sehr viel Verantwortung zugewiesen. Als einer von wenigen Designern arbeite ich hier also federführend. Ich lerne jeden Tag, wie ich Projekte angehe, wie ich Projekte strukturiere und koordiniere. Man lernt dadurch, selbstständig zu arbeiten.

Wie profitiert ihr von dem Drexel-Praktikum für euer Studium und persönlich?

TM: Ich arbeite in einem völlig interdisziplinären Team, so wie es momentan im Studium nicht der Fall ist. Dadurch erhalte ich viele Einblicke in völlig andere Arbeitsgebiete und man lernt sehr viel voneinander.

HvL: Während der Zeit des Praktikums hier schreibe ich auch an meiner Bachelorarbeit, wodurch ich in der Regelstudienzeit fertig werde kann. Zudem lernt man viele neue Freunde kennen, mit denen man auch noch lange nach dem Aufenthalt in den USA Kontakt haben wird. Außerdem ist die USA ein idealer Ort, Kulturen aus der ganzen Welt kennenzulernen.

Wo seht ihr euch beruflich in fünf Jahren?

HvL: Nachdem ich mein Bachelorabschluss habe, möchte ich gerne einen Masterstudiengang belegen und dann in einem Labor arbeiten, in dem man neue Materialen entwickelt und erforscht.

TM: In fünf Jahren sehe ich mich in einem internationalen Master-Programm, der die Thematik des Social Designs behandelt – vielleicht in Deutschland oder vielleicht auch im Ausland. Mal schauen, wo es mich nach meinem Praktikum in den USA und nach meinem Bachelor-Studium in Osnabrück hintreibt.

Die Fragen stellte Britta Schumacher (Direktorin, UAS7 New York)

Praktikum bei UAS7 in New York

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Hi Everyone!

My name is Meredith Nuber and I am the current intern at the UAS7 liaison Office in New York City. In addition to interning at UAS7, I am a studying to earn a master’s degree in international education from New York University. Within the field of International Ed., I am mainly interested in study abroad and cultural exchange. During my undergraduate years, I became really interested in Germany as I studied the German language at university and spent a very exciting and memorable semester studying abroad in Munich. After my graduation from college, I returned to Germany, spending two years living in and around Munich, one of which was spent working as an English teaching assistant with the Fulbright U.S. student program. Thus, working for UAS7 and their efforts to create and promote student exchange between America and Germany, something that I have personally participated in and understand the importance of, was an exciting opportunity that I could not pass up.

After meeting the director of the UAS7 NYC office, Britta Schumacher, through one of my professors at NYU, I quickly began working at the office and jumped right into the hectic UAS7 Study and Internship Program (SIP) application process. While working through the applications and advising potential SIP students, I learned quite a bit about what is needed for a successful application and how best to advise and communicate with students as they prepare for a semester or year abroad. I also help to plan events for UAS7, help to organize social media platforms, correspond with potential students on a daily basis, update the UAS7 website, and help Britta Schumacher with various daily tasks around the office.

Although this is a short-term internship (it will last a total of three months), I feel that I have already learned and gained so much knowledge during my time with UAS7 that will benefit my future career in international education. I have gained practical knowledge and skills about what it takes to administer cross-cultural exchange and study abroad programs, how to communicate well with students and help them through any challenges they may face, and how to prioritize and implement daily office tasks.  I have made great connections to people in the field, both in the U.S. and in Germany. It has been great working with Britta Schumacher and the UAS7 team in New York and Berlin.

I have truly enjoyed this internship opportunity thus far. The amazing view from the office window doesn’t hurt either!

All the best from UAS7 New York City!

 

Adventsempfang bei Generalkonsulin Brita Wagener

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Generalkonsulin Brita Wagener (3.v.r.) freute sich über den Besuch der Gäste von UAS7 (v.l.n.r.) Dr. Britta Schumacher, Delchov Ivanov, Amrina Piroos, Matthew Robinson, Anna Messerschmidt, William Marin und Eric Chapek.

Auch in diesem Jahr lud die Generalkonsulin Brita Wagener wieder zu einem Adventsempfang für Freunde und Alumni der im Deutschen Konsulat New York ansässigen Hochschulverbindungsbüros ein. Am 14. Dezember freute sich die UAS7 Büroleiterin Dr. Britta Schumacher über die Teilnahme von sechs UAS7-Gästen, die für die Abendveranstaltung aus Delaware, Philadelphia und New Jersey anreisten. Zwei der Gäste sind Studierende der Fachhochschule Münster, die über den UAS7-Austausch zur Zeit ein Studium und Praktikum an der Drexel University absolvieren. Vier weitere Gäste sind Absolventen des UAS7 Study and Internship Program (SIP) und haben noch beste Erinnerungen an ihr Studium, bzw. Praktikum an der Hochschule Bremen, der TH Köln und der Hochschule Osnabrück. Weiterlesen

UAS7 global citizens – study and intern with SIP

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Feiyu Lu, Virginia Tech, UAS7 SIP scholarship student, 2015/16 at HAW Hamburg

From China to the United States to Germany – at 21 Feiyu Lu is already quite the global citizen. Her international life started at sixteen when she moved from China to the United States to complete her high school education. Her motivation was to improve her English and to see if she would like to live in America for a longer period of time. »I put this to the test by choosing two very different locations. I spent one year in New Mexico where it was hot with a desert climate and one in Ohio, where it was cold with a lot of snow«, she says, laughing. In her application for the UAS7 Study and Internship Programme (SIP), she wrote that the experience taught her to respect and embrace different cultures and values and to adapt to new environments.

Choosing Germany

After high school she applied to study at Virginia Tech in Blacksburg because of its strong focus on engineering and also on study abroad programmes; though going abroad wasn’t her intention at the time. She became a Global Ambassador at the Cranwell International Center, helping to organize events for new international students and also initiated a Foreign Language Tandem programme to encourage Virginia Tech students to learn a language. Her own interest in Germany and the German language was developed through a friendship with a German girl in high school. »We started by teaching each other words in Chinese and German. She was very kind and gave me the idea, that Germans are nice people. She lives in Berlin now and we are still in touch.« Feiyu is taking German as a minor at Virginia Tech and it was through her German professor that she heard about UAS7 and SIP. “I also met a HAW Hamburg student who was doing an exchange semester in Blacksburg and he said lots of good things about the city. That was when I started thinking that study abroad would be a great way to improve my German.« Weiterlesen

Zu Gast in München

Jeffrey Jian in Berlin

Student Jeffrey Jian bereiste unter anderem Berlin

Austauschstudierende nehmen am UAS7-geförderten SIP-Projekt an der Hochschule München teil und absolvieren (Labor-) Praktika

Zwei Studenten, viele neue Erfahrungen – durch das SIP-Programm von UAS7 hatten Jeffrey Jian (22) und Everett Hildenbrandt (20) die Möglichkeit, zwei Semester in Deutschland zu verbringen. An der Hochschule München absolvierten sie Kurse in ihren Studienfächern und vertieften ihre Deutschkenntnisse. Anschließend ging es für ein Semester ins Praktikum: Jeffrey Jian arbeitete in der Kinderklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München, Everett Hildenbrandt schnupperte als einer der ersten Gaststudierenden in ein Labor der Hochschule München hinein.

Im Labor von Prof. Dr. Hauke Clausen-Schaumann, der an der Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik lehrt, arbeitete der Student an einer laufenden Simulation auf Basis der Dichtefunktionaltheorie an organischen Zuckermolekülen. Betreut wurde er dabei von Prof. Dr. Alfred Kersch. Solche Laborpraktika werden im Rahmen des SIP-Programms erst seit Kurzem angeboten. „Ich fand es gut, eine andere Kultur zu erleben“, sagte Everett Hildenbrandt, Student an der Colorado School of Mines (USA). Weiterlesen